„Ort und Werk“: Karel Hynek Mácha, „Máj“ (Auszug), gesprochen am Jarmilafelsen am Mácha-See

Die Reihe „Ort und Werk“ auf Poetenwege.de stellt Gedichte und andere literarische Texte vor, eingesprochen an Schauplätzen der Handlung oder dem jeweiligen Ort ihres Entstehens.

Den Auftakt bilden Verse aus dem Poem „Máj“ (Mai, 1836) des tschechischen Romantikers Karel Hynek Mácha, schaurig-schönes Nationalgedicht der Tschechen. In ihnen führt der Dichter Jarmila ein, die Geliebte seines zum Tode verurteilten Protagonisten Vilém, die diesen mit einem anderen Mann betrogen hatte, vom weiteren Geschehen seither noch nichts weiß und Vilém seit Tagen reumütig, aber vergebens erwartet. Die Jarmilina skála/Jarmila-Felsen nahe Staré Splavy/Thammühl am Ufer des heute nach dem Dichter benannten Máchasees gilt als Vorbild für den Handlungsort.

👉Das Video finden Sie hier bei Instagram, weitere Informationen in der Tourbeschreibung durchs Mácha-Land.

Wenig später, nachdem Jarmila vom Todesurteil gegen Vilém erfahren hat, der seinen Nebenbuhler erschlug, ohne zu wissen, dass es sich um seinen eigenen Vater handelte, heißt es:

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Im Mácha-Land: Unterwegs mit einem tschechischen Romantiker und seinem wichtigsten Werk

Er gilt als Tschechiens wichtigster Romantiker und Vorläufer der Moderne und blieb doch zeit seines kurzen Lebens verkannt. Sein Hauptwerk hat der Goethe-, Mickiewicz- und Lord-Byron-Verehrer auf eigene Kosten drucken lassen müssen. Später inspirierte es Generationen und erlangte nationale Bedeutung. Es geht um Karel Hynek Mácha und sein Poem „Máj“, dessen Handlung der Dichter am heute nach ihm benannten Mácha-See ansiedelte. Über allem thront hrad Bezděz/Burg Bösig, von wo sich ein Rundblick über Teile Nordböhmens bietet.

Den Beitrag über Mácha, „Máj“ und das Mácha-Land lesen Sie hier.

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Baden und spazieren in Staré Splavy: Eine Sommerromanze, Widerstand und ein berühmter Sohn

Auch der zweite Ausflug auf Poetenwege.de führt nach Tschechien – an den Mácha-See, wo sich Baden und Wandern mit der Familiengeschichte von Miloš Forman verbinden. In Staré Splavy/Thammühl verbrachte der spätere Hollywood-Regisseur einen Teil seiner Kindheit und Jugend. Der Spaziergang verknüpft Schauplätze dieser Zeit und erzählt vom Schicksal seiner Eltern während der deutschen Okkupation.

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